Spiegellose Kameras – Kameras mit Wechselobjektiven
Spiegellose Kameras zeigen ein Live-Bild auf dem Display oder im elektronischen Sucher an und ermöglichen den Objektivwechsel. Bei der Auswahl spielen der Bildsensor, die Fokussierung sowie das gesamte Objektivsystem eine entscheidende Rolle. Mehr lesen…Weniger anzeigen
Vollformat, APS-C oder Micro Four Thirds
Full-Frame erleichtert das Fotografieren bei schwachem Licht und die Arbeit mit geringer Schärfentiefe, wenn man es mit einem Sensor derselben Generation und ähnlicher Auflösung vergleicht. APS-C bietet mit demselben Objektiv einen engeren Bildwinkel, was sich besonders für Sport- und Tierfotografie eignet. Micro Four Thirds weist einen noch größeren Brennweitenumrechnungsfaktor auf und kann zu einer kompakteren Ausrüstung führen, insbesondere bei Teleobjektiven. Wählen Sie die Sensorgröße daher nicht nach dem Grundsatz aus, dass größer immer besser ist. Für Porträts oder Nachtaufnahmen kann Vollformat Priorität haben, auf Reisen das Gewicht der gesamten Ausrüstung und bei weit entfernten Motiven die Reichweite des Objektivs. Die Auflösung ist bei großformatigen Ausdrucken und beim Zuschneiden von Bedeutung, stellt jedoch kein eigenständiges Qualitätsmerkmal dar.
Autofokus, Serienaufnahme und Sucher je nach Arbeitsweise
Achten Sie bei Aufnahmen von Kindern, Sport und Tieren auf die kontinuierliche Fokussierung, die Objekterkennung und darauf, wie lange die Kamera eine Bildserie bei voller Geschwindigkeit aufrechterhalten kann. Die Anzahl der Bilder pro Sekunde reicht nicht aus, wenn der Pufferspeicher schnell voll wird oder der Autofokus ein sich bewegendes Motiv nicht halten kann. Wichtig ist auch die Geschwindigkeit der Speicherkarte, die das Kameragehäuse unterstützt. Der elektronische Sucher zeigt bereits vor der Aufnahme eine Vorschau auf Helligkeit, Farben und Schärfentiefe an, doch nicht jede spiegellose Kamera verfügt darüber. Ein Modell ohne Sucher kann für den alltäglichen Gebrauch und die Arbeit über das Display geeignet sein. Bei strahlendem Sonnenschein, bei Verwendung eines langen Objektivs oder bei konzentrierter Bildkomposition ist der Sucher ein praktischer Vorteil.
Bajonett, Objektive und Video bilden ein System
Wählen Sie vor dem Kauf eines Kameragehäuses auch ein Objektiv für die von Ihnen am häufigsten aufgenommenen Motive aus. Die Bajonette der einzelnen Systeme sind nicht direkt austauschbar, und von einem Adapter kann nicht bei jeder Kombination die gleiche Schärfe oder die volle Funktionsfähigkeit erwartet werden. Wenn Sie bereits Objektive besitzen, können deren Kompatibilität und Wert wichtiger sein als ein kleiner Preisunterschied zwischen zwei Kameragehäusen. Bei Videos sollten Sie die Bildfrequenzen, einen eventuellen Bildausschnitt, die Bildstabilisierung, die Fokussierung während der Aufnahme sowie den Anschluss von Mikrofonen oder Kopfhörern vergleichen. Bei längeren Aufnahmen sind zudem die Aufnahmedauer, die Wärmeableitung, die Stromversorgung und die Dateigröße von Bedeutung. Bewerten Sie die Kamera zusammen mit dem Objektiv, dem Akku und der Speicherkarte, die Sie tatsächlich verwenden werden.
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